FAIR UND FABELHAFT

Für die erste faire Modenschau wurde das Degginger zum Laufsteg.

Schick, modern und fair – dass das zusammenpasst, wurde auf der fairen Modenschau im Degginger bewiesen. Mit dabei auch die Designerin Mariejuliee mit ihrer Mode im 50ies-Style.

Bis zum letzten Platz war das Degginger am Donnerstagabend gefüllt. Wo sonst Netzwerktreffen, Konzerte, Vernissagen oder einfach gemütliche Barabende stattfinden, liefen diesmal Models auf und ab und applaudierten rund 180 Zuschauer. Präsentiert wurde Frühjahrsmode – und zwar alles fair gehandelt und produziert. „Shoppen ohne schlechtes Gewissen“ betonte Moderatorin Petra Stikl immer wieder. Präsentiert wurde die Mode der Regensburger Geschäfte Jala, Kocon, Ludwig 3 und der jungen Designerin Mariejuliee. Die Message: Fairtrade kann auch richtig modern und schick sein. Dass die Models teilweise Stoffe aus Eukalyptus, Hanf oder Bananenstauden am Körper trugen, sah man der Kleidung tatsächlich nicht an. Als Stargast lief Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer über die Bühne. Besonders viel Applaus erntete die Kollektion von Julia Eichinger, alias Mariejuliee. Im sexy Retrostyle tanzten die Models in ihren Marlenehosen und 50ies-Kleider über die Bühne.

Fairtrade bedeutet: Die Produkte werden nachhaltig und häufig auch nach Bio-Richtlinien hergestellt. Pestizide und Gentechnik sind tabu, genauso wie ausbeuterische Kinder- oder Zwangsarbeit. Alle an der Herstellung beteiligten Personen vom Bauern bis zur Näherin haben faire Arbeitsbedingungen und erhalten gerechte Löhne.

 
 
 
 
 
 
 
 

Veranstalter der Modeschau war die Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Regensburg. Sie sorgt dafür, dass Regensburg den Titel „Fairtrade Town“, den sie seit 2012 hat, behalten darf. Dafür müssen Kriterien erfüllt werden. „Wir trinken zum Beispiel in den Stadtratsitzungen nur Fairtrade-Kaffee“, sagt Stadträtin und Steuerungsgruppenmitglied Maria Simon. Aber es gehört eben auch dazu, den Fairtrade-Gedanken unter die Leute zu bringen – mit Aktionen wie der Modenschau. „Es war super. Ich hätte nie gedacht, dass so viele kommen“, freute sich SimonAls Dankeschön für die Geschäftsinhaberinnen und Models gab es Schokolade – die faire Stadtschokolade natürlich. Ob es sowas nochmal gibt? Mal sehen. Interesse für das Thema „Faire Mode“ ist auf alle Fälle da.